Wocheninfo KW 32

(01. bis 07. August 2020)

 

 

Im Wochenangebot:


Tomaten rund von Martin Clausen (Demeter) aus Sandhausen

Frühkartoffel Annabelle vom Auehof Reese (Bioland) aus Steyerberg

Zwiebeln gelb 60/80 von Meyer-Toms (Bioland) aus Schwarme


Angebot solange der Vorrat reicht – Änderungen vorbehalten

 

Marktübersicht:

 

Erinnert ihr euch? Im Herbst 2018 haben drei Bauernfamilien die Bundesregierung verklagt, weil sie die Klimaschutzziele nicht einhält. Einer davon war Claus Blohm, der seinen Betrieb in Guderhandviertel (Altes Land) 1984 von seinen Eltern übernommen und seit 1999 Bio-Obst angebaut hat.

Weshalb schadet der Klimawandel Claus Blohm so sehr, dass er sich traut, gegen die Bundesregierung vor Gericht zu ziehen? Grund ist nicht zuletzt die Verbreitung der Kirschfruchtfliege aufgrund der steigenden Temperaturen und langen Hitzeperioden. Bei warmem und sonnigem Wetter beginnen die Fliegen, ihre Eier unterhalb der Schale der Kirsche abzulegen. Feuchtes oder kaltes (norddeutsches!) Wetter verhindert die Ei-Ablage, da die Fliegen absterben. Weil es seit Jahren immer wärmer und trockener wird im Alten Land und sich die Fliege immer wohler fühlt, fehlt Claus Blohm die Lebensgrundlage, weil Kirschen mit Maden nun mal unverkäuflich sind.

In der konventionellen Landwirtschaft nutzt man zur Bekämpfung von solchen Fliegen hochgiftige Insektizide. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LFL) schreibt auf ihrer Website: „Die Bekämpfung der Kirschfruchtfliege war im Jahr 2002 ein Problem, nachdem für das Insektizid Lebaycid ein Anwendungsverbot ausgesprochen wurde. Im Jahr 2008 wurde die Bekämpfung erneut zu einem Problem, nachdem die Zulassung für die auf Lebaycid folgenden Dimethoat-Präparate nicht verlängert wurde. Grund dafür waren neue Erkenntnisse über die Toxizität des Wirkstoffs.[…] Der Verbraucher wünscht madenfreie Kirschen und das ist derzeit nur mit chemisch-synthetischen Insektiziden oder mit Hilfe eines engmaschigen Kulturschutznetzes möglich.“  Heißt übersetzt wie immer in der konventionellen Landwirtschaft: Ein Gift (Lebaycid) wird verboten – dafür werden 3 weitere zugelassen. Ein paar Jahren später werden die natürlich auch verboten – weil sie eben allesamt hochgiftig sind! Aber es wird weiter steif und fest behauptet, es gäbe keine Alternativen zum Giftspritzen. 

Warum haben wir dann überhaupt Bio-Kirschen?! Weil Kollegen wie Axel Senst oder Thorsten Wichmann jede einzelne heruntergefallene Kirsche auflesen und abkochen, damit die Fliegenlarven absterben. Deswegen sind die wenigen Bio-Kirschen, die es noch gibt, auch so teuer.

Die Beschreibung der konventionell benutzten Mittel (zb. „Danjiri“ oder „Mospilan SG“ von Nisso Chemicals) liest sich übrigens wie folgt: „gefährlich für Tiere und die Umwelt“, „schädigend für alle Populationen von Bestäuberinsekten“, „giftig für Fische“, „sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung“, „krebserzeugend“, und, bester Hinweis aller Zeiten: „Zur Vermeidung einer Kontamination der Umwelt geeigneten Aufbewahrungs-Behälter verwenden!“

Die Klimaklage wurde im Herbst 2019 vom Berliner Verwaltungsgericht abgewiesen. Claus Blohm hat seinen gesamten Kirschenbestand gerodet und baut mittlerweile auf seinem Hof Äpfel, Pflaumen und Zwetschgen an. Diese Woche kommen die ersten Collina sowie weitere köstliche Zwetschgen-Sorten zu uns.

Wir freuen uns außerdem über gute Nachrichten von unseren anderen Gesellschafterhöfen: Hermann Meyer-Toms liefert ab sofort nicht nur Laura sondern auch wieder Linda. Der Auehof startet mit Steckrüben, Weißkohl und Gemüsezwiebeln ohne Grün.

Es geht immer alles auch gesund, ohne Gift, ohne Insektizide, ohne Artensterben, ohne vergiftetes Trinkwasser. Man muss es nur wollen!

Euer Team vom Naturkost Kontor Bremen

 

 

 

 

 

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Wir stellen Ihnen vor:   
   

Stephanie Lehmann

Verkauf

Das Naturkost Kontor ist ein regionaler Bio-Großhandel mit einem Schwerpunkt auf Produkten, die von den Bio-Höfen der Umgebung Bremens stammen. Die kurzen Wege von den Erzeugern zu unseren Kunden sind eine unserer Stärken.

   

Kontakt:

 

Naturkost Kontor Bremen GmbH
im Frischezentrum
(Großmarkt Bremen)
Spezialitätenhalle Tor 14
Am Waller Freihafen 1
28217 Bremen

Tel:     0421 53797-70
Fax:    0421 53797-99
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Wocheninfo KW 31

(27. bis 31. Juli 2020)

 

 

Im Wochenangebot:


Heidelbeeren von Michael Scharein (Bioland) aus Otersen

Möhren vom Auehof Reese (Bioland) aus Steyerberg

Champignon Riesen vom Bio-Pilzhof (Naturland) aus Emstek


Angebot solange der Vorrat reicht – Änderungen vorbehalten

 

Marktübersicht:


„Aktuell haben wir ein Problem mit unserer Verpackungsmaschine bei den Varianten Kräuter und Scharf. Hier verschließt die Maschine teilweise nicht richtig und wir haben deshalb auch Ende der Woche einen Monteur im Haus. Ich kann nicht garantieren das wir Grillkäse Kräuter bis Montag produzieren können.“ Das sind so ungefähr die letzten Zeilen, die man von einem Lieferanten bekommen möchte, erst Recht, wenn es sich um einen neuen Lieferanten handelt und die Produkte stark saisonabhängig sind. (Wenn die Verpackungsmaschine für Grillkäse an Weihnachten zuverlässig funktioniert, hilft das bei so einem Sommerartikel ja nur begrenzt...) Grundsätzlich wurde der neue Grill- und Pfannenkäse der Molkerei Siebenhäuser aber wunderbar angenommen und es gab durchweg positive Resonanz: „schmeckt!“.

Schlechte Nachrichten gibt es außerdem von der Gartenbauzentrale Papenburg: Die Mindestabnahmemenge für Basilikumtöpfe wurde kurzerhand verdoppelt. Da wir so viel Ware aber nicht verkaufen, müssen wir den Artikel leider streichen. Alternativ haben wir momentan Bundware von Hermann Meyer-Toms im Angebot.

Passend zum Basilikum für Caprese ist die Tomatensaison in vollem Gange. Die Bioland Gärtnerei Rhizom, Hermann Meyer-Toms und Martin Clausen ernten diverse Sorten, groß und klein, gelb, grün, rot und schwarz.

Vom Hof Meyer-Toms bekommen wir diese Woche außerdem gelbe Zwiebeln und Laura Kartoffeln. Der Auehof Reese liefert Gemüsezwiebeln mit Grün, Knollensellerie mit Grün von Hein Hanken kommt diese Woche letztmalig. Angekündigt wurde lose Ware ohne Grün zu Ende der Woche.

Von Prince de Bretagne erreichen uns diese Woche ganz besondere Artischocken. Die ArtischockensorteCardinal“ ist besonders groß und wohlschmeckend und wurde 2018 mit dem Logo „Saveurs de l’année“ prämiert.

Brokkoli und Blumenkohl sind weiterhin knapp, vereinzelt kommt Ware vom Auehof Reese rein.

Ganz besonders freuen wir uns über eine weitere Neulistung: bisher hatten wir von der Riedenburger Brauerei nur das Emmer-Bier im Angebot, das sich zum absoluten Geheimtipp entwickelt und viele Liebhaber gefunden hat. Ab Sonntag neu kommen jetzt Ur-Helles, Einkorn-Edelbier, 5-Korn Urbier und glutenfreies Hirsebier hinzu! Hirse-Bier klingt erstmal ungewöhnlich, hat aber Hintergrund: Hirse ist nicht nur ein heimisches uraltes Getreide, sondern auch noch von Natur aus glutenfrei. Das Gluten muss nicht, wie bei anderen glutenfreien Bieren, mit Hilfe von Chemie (Peptidasen) entzogen werden. Auch bei den anderen Sorten achten die Riedenburger darauf, so nah wie möglich an und mit der Natur zu arbeiten. Deshalb sind alle Biere naturtrüb und werden nicht gefiltert!

Der Verzicht auf Filtration schließt die Verwendung von Hilfsmitteln wie etwa Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) aus.

Die Riedenburger Limonaden Sorten (PURE Bitterorange,PURE Kirsche-Aronia, PURE Rhabarber-Cassis, PURE Holunder-Ingwer) sind nur mit Agavendicksaft gesüßt.

Wir nehmen alle neuen Artikel von Riedenburger zum Kennenlernen ins Monatsangebot August auf.

Euer Team vom Naturkost Kontor Bremen

 

 

 

 

 

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Stephanie Lehmann

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Wocheninfo KW 30

(19. bis 25. Juli 2020)

 

 

Im Wochenangebot:


Porree von Hermann Meyer-Toms (Bioland) aus Schwarme

Fenchel vom Hof Hiddinghausen (Bioland) aus Westen

Kirschen von Torsten Wichmann (Naturland) aus Osten

 

Angebot solange der Vorrat reicht – Änderungen vorbehalten

 

Marktübersicht:


Es geht endlich los: Die ersten gewaschenen Möhren vom Auehof Reese sind auf dem Weg. Seit 1936 ist der Hof im Besitz der Familie Röhrs und wurde von Ernst Röhrs Vorfahren konventionell bewirtschaftet. Hermann Röhrs hat auf dem Auehof konventionell Schweine gemästet.
Sein Sohn Ernst Röhrs (rechts auf dem Bild) wollte in den 1980ern den Hof übernehmen – aber nur, wenn er ihn nicht konventionell und schon gar nicht als Tiermast weiterführen muss. Vater Röhrs war natürlich nicht begeistert und vor allem davon überzeugt, dass die biologische Landwirtschaft nicht funktionieren kann.
Ernst hat sich durchgesetzt und den elterlichen Hof um 180° umgedreht. Heute blickt der Bio-Pionier glücklich und stolz auf über 30 Jahre Bio-Geschichte zurück, die er seit 1991 auch als Gründer und Gesellschafter des NKKs maßgeblich mitgestaltet. Ihr kennt ihn natürlich nicht nur von den Möhren, auch Zwiebeln, Kartoffeln, Bete, Sellerie und vieles mehr kommen vom Auehof Reese zu uns.  Außer der Möhren ab dieser Woche mit dabei: Gemüsezwiebeln noch mit Grün dran.
Aus der Region außerdem dabei: Strauchtomaten von Rhizom aus Bremen Borgfeld (begrenzte Mengen, Bioland), diverse Tomaten von Martin Clausen aus Delmenhorst-Sandhausen (Demeter) und ab und zu auch ein paar Kisten von Hermann Meyer-Toms. Von Hermann Meyer-Toms kommt jetzt auch farbenfrohe gelbe und rote Bete, Familie de Lepelaar aus Holland ergänzt mit Ringelbeete. Funktioniert toll als Bete-Carpaccio (Bild links) aber auch wunderbar als Ofen-Gericht, das schnell und einfach geht und super schmeckt: alle Bete-Sorten in Scheiben auf dem Blech verteilen, Ziegenkäse oder Feta drüber würfeln, Olivenöl, ab in den Ofen.
Nach 10 Minuten rausnehmen und mit frischem Wild-Salatmix und Baguette vor sich hin schlemmen! Herrlich!
Schlechte Nachrichten gibt es vom Brokkoli, Blumenkohl, Mairübchen und Radieschen. Die aktuellen Sätze wachsen aufgrund der Kälte  nicht mehr schnell genug nach und wir haben Erntelücken als Folge.
Gute Neuigkeiten überbringt dafür Gerd Schindler vom Obsthof Schindler aus Süddeutschland: die ersten Frühäpfel (Sorte: Hana) und Birnen (Harrow Delight) sind geerntet und kommen  Sonntag zu uns. Hana ist ein klassischer Frühapfel; es gilt das Motto „sauer macht lustig“! Sieht man rechts an Familie Schindler selbst, die jedes Mal miteinander um die Wette strahlen, wenn man sie trifft.
Eins steht jedenfalls fest: Bio macht glücklich, ob mit Äpfeln oder Möhren, ob im Norden oder im Süden.

Euer Team vom Naturkost Kontor Bremen

 

 

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